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Nahles hat Zeitarbeit vom Tisch!

Mittwoch, 05.04.2017

Nahles-Gesetz tritt in Kraft - Ab Samstag den 01.04.2017 bekommen Zeitarbeiter mehr Rechte

Lange wurde über die gleiche Bezahlung von Zeitarbeitnehmern und Stammbelegschaft gestritten – nun tritt das neue Gesetz in Kraft. Wie sehr fürchtet sich die Branche?

Nach langem Streit in der Koalition tritt am Samstag das neue Gesetz zur Zeitarbeit in Kraft. Die Branche selbst sieht dem Datum einigermaßen gelassen entgegen. Als Gründe für den relativen Optimismus nannten die Unternehmen die gute Konjunktur, das Interesse der Unternehmen, ihre Personalkosten weiter zu flexibilisieren und eine höhere Akzeptanz von Zeitarbeit in der Gesellschaft.

Das Wachstum wird allerdings deutlich schwächer ausfallen als im Vorjahr. Für 2017 liegt die Wachstumserwartung noch bei rund drei Prozent, für 2018 sinkt sie auf ein Prozent. Wer die Wachstumsaussichten für die Branche negativ einschätzt, begründet dies der Studie zufolge vor allem mit der verschärften Regulierung.

Schwere Zeiten für Zeitarbeiter? Was die Branche über das Gesetz denkt, das morgen in Kraft tritt.

Der Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen soll mit dem neuen Gesetz eingedämmt werden. Kern des Gesetzes ist, dass künftig Leih- oder Zeitarbeiter nach neun Monaten für gleiche Arbeit den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft bekommen müssen.

KOSTENSTRATEGIE

Mehr Wachstum durch Zero-Based Budgeting

Um dem Erfolgsrezept besonders profitabler Unternehmen auf die Spur zu kommen, hat die Unternehmensberatung Accenture Strategy eine Studie zum Thema Kostensenkung und Wachstum durch Zero-Based Budgeting durchgeführt.

Bei Branchenzuschlagstarifen in der Zeitarbeitsbranche kann davon abgewichen werden. Insgesamt können Leiharbeitnehmer höchstens 18 Monate lang einem anderen Betrieb überlassen werden. Danach müssen sie übernommen oder abgezogen werden. In Tarifverträgen können Arbeitgeber und Arbeitnehmer darüber hinausgehen. Der Einsatz von Leiharbeitern als Streikbrecher soll verboten werden. Bei Werkverträgen wird durch das Gesetz festgelegt, wann tatsächlich solch ein Vertrag über selbstständige Tätigkeit und wann ein normales abhängiges Arbeitsverhältnis vorliegt. Mit Werkverträgen vergeben Unternehmen Aufgaben an andere Firmen.